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ASK14 Treffen vom 25. - 27.06.2010

Am Freitag, den 25. Juni 2010, eröffnete der Nastättener Stadtbürgermeister Emil Werner zusammen mit dem Organisator Klaus Peter Gies vom Aero-Club Nastätten (ACN) offiziell das ASK 14-Treffen auf dem Segelfluggelände bei Buch. Neben einem launigen Grußwort hatte er auch zwei schöne Bildbände über die Geschichte von Nastätten und die Umgebung mitgebracht, die er als Gastgeschenk an die Piloten mit der weitesten Anreise überreichte. Insgesamt waren elf dieser schönen hölzernen Oldtimer ins Blaue Ländchen gekommen. Selbst aus den U.S.A. war ein Teilnehmer angereist. Er hat sein eigenes Flugzeug  in Vermont gelassen, konnte aber mit einer der beiden in Nastätten stationierten ASK 14 von Donnerstag bis Sonntag die kräftige Taunusthermik und die idyllische Mittelgebirgslandschaft von oben genießen.
Die ASK 14 war einer der erste serienmäßig hergestellten einsitzige Motorsegler der Welt. Von 1967 bis 1972 wurden mehr als 60 dieser eigenstartfähigen Segelflugzeuge mit einem 19 kW Göbler-Hirth-Motor in Poppenhausen/Rhön bei Alexander Schleicher Segelflugzeugbau gefertigt. Noch heute sind etwa 50 von ihnen lufttüchtig. Weitere Informationen finden Sie auch auf folgender Homepage www.ask14.org.
Wie ein Segelflugzeug ist die ASK 14 sehr angenehm zu fliegen und verfügt aufgrund der gelungenen Konstruktion von Rudolf Kaiser über ausgezeichnete aerodynamische Flugleistungen.  Beim ACN hat bereits zweimal eine ASK 14 sich in der 2. Segelflug-Bundesliga erfolgreich gegen die modernen Glas- und Karbonfasersegler behaupten und in der Rundenwertung für den Verein punkten können!
Anders als ein Segelflugzeug lässt sich die ASK 14 völlig problemlos von einer Person am Boden bewegen, rollen und ohne Helfer starten. Trotz der vergleichsweise geringen Motorleistung ist das Flugzeug – je nach Gelände und Wind – bereits nach 100 bis maximal 300 Meter Rollstrecke in der Luft und steigt erstaunlich schnell. Sobald die Thermik erreicht ist, wird der Motor abgestellt, der Propeller in Segelflugstellung geschaltet und der Segelflug kann beginnen.
Klaus Peter Gies und seine Frau Annette haben bei der Organisation der 4-tägigen Veranstaltung wirklich an alles gedacht – neben der Rundumversorgung der Piloten und ihrer Begleitpersonen mit Kost und Logis sogar an ausreichend Hallenstellplätze für alle angereisten Flugzeuge. Die schöne neue Halle des Aero-Club Nastätten hat sich hier bestens bewährt. Darüber hinaus war sogar das erhoffte gute Segelflugwetter rechtzeitig eingetroffen – so waren die An- und Abflüge der Teilnehmer aus ganz Deutschland völlig unproblematisch.
Neben den Eignern machten sich an diesem Wochenende auch noch viele Freunde und ehemalige Piloten dieses schönen Motorseglers auf den Weg nach Nastätten. Sogar ein Modellflieger schaute vorbei, der endlich einmal eine ASK 14 in Originalgröße sehen wollte.  Insgesamt flogen die elf teilnehmenden ASK 14 an dem verlängerten Wochenende weit mehr als 100 Stunden und konnten auf ihren Streckenflügen nicht nur den Westtaunus und das schöne Mittelrheintal, sondern auch den Hunsrück, die Eifel und das Sauerland genießen.
Einer der Piloten war von den Reizen der landschaftlichen Schönheiten des Mittelrheintals so begeistert, dass er vor lauter Photographieren das Thermiksuchen vernachlässigt hat und dann zu tief für das Anlassen des Motors war. Aber auch das war kein Problem: Er führte eine Außenlandung in einem jungen Maisfeld bei Weisel durch. Zum Glück kann die ASK 14 - wie alle Segelflugzeuge - problemlos auf- und abgebaut und in einem entsprechenden Anhänger verstaut werden, so dass der Pilot am nächsten Tag das Blaue Ländchen schon wieder aus der Luft bewundern konnte. 
Text: Claudia Gallikowski

Der Nastättener Stadtbürgermeister Emil Werner (rechts) und Klaus Peter Gies (ACN) eröffnen die Veranstaltung. (Photo: Nils Gies)

Die vielen ASK 14 vor der neuen Segelflugzeughalle in Nastätten (Photo: Nils Gies)

10 Motorsegeler ASK 14 haben genügend Platz vor der neuen Segelflugzeughalle (Photo: Norbert Richnow)

Die ASK 14 Teilnehmer kurz vor dem Start (Photo: Norbert Richnow)

Aufgereit in Erwartung eines herlichen Fluges (Photo: Norbert Richnow)

Ideales Segelflugwetter ĂĽber dem Dilltal bei Sinn aus dem Cockpit einer ASK 14 (Photo: Nadja Eisenmenger)

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